Roadtrip durch die Slowakei – Route, Unterkünfte und Kosten
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Roadtrip durch Kroatien – Route, Unterkünfte und Kosten
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Polarkreis

Unser Weg zu den wohl fotogensten Inseln Norwegens, den Lofoten, führt uns mehrere tausend Kilometer hoch in den Norden. Wir überqueren auf unserer Reise Richtung Nordkapp das erste Mal den Polarkreis. Im Juli ist das die Zeit, zu der die Sonne auch nachts scheint. Es wird nicht mehr richtig dunkel. Eine ganz neue Erfahrung für uns. Schlafmasken sind ab jetzt Pflicht.
Am 25. Juli 2017 scheint doch tatsächlich die Sonne als wir den 66° 33’ Breitengrad queren. Rechts und links der Landmarke, die zum Touristenhotspot ausgebaut wurde, liegt Schnee auf den Bergkuppen. Das Panorama, wie immer in Norwegen, einmalig. Wir schwitzen in unseren dicken Motorradklamotten und machen erstmal Rast. Als Erinnerung schießen wir Bilder der vielen Steinmännchen, die Menschen aus aller Welt am Beginn des Polarkreises aufgestellt haben. Natürlich muss auch ein Beweisfoto von uns an diesem besonderen Punkt der Reise sein.
Hallo, hoher Norden und bye bye, Dunkelheit. Wir sind bereit für ein weiteres Abenteuer.

Mit der Fähre von Bodø nach Moskenes

Einen Tag später ist es so weit und wir verlassen das Festland, um die Inselgruppe Lofoten zu erkunden. Von Bodø setzen wir mit der Fähre über und erreichen 3,5 Stunden später den kleinen Ort Moskenes im Süden der Insel Moskenesøy. Die Fahrt kostet für uns beide mit den Motorrädern 688 NOK (ca. 72 €).

Wir stehen an Deck der Fähre, die Mopeds sicher im Bauch des Schiffes verstaut, und kommen der Insel immer näher. Schon die ersten Augenblicke sind für uns magisch. Kleine Fischerhäuschen schmiegen sich an der Küste in die Landschaft, Boote dümpeln im Wasser und das satte Grün leuchtet im Kontrast zu den rauen Bergen. Hallo Lofoten – wir haben unseren Besuch so herbeigesehnt. Wir Glückspilze sind in solchen Momenten auch noch mit Sonnenschein und blauem Himmel gesegnet. Als wir dann endlich wieder auf unseren Motorrädern sitzen und die Fähre verlassen, sind wir ziemlich euphorisch.

Lofoten – ein Paradies im hohen Norden

Quer über die Inseln der Lofoten. Nördlich des Polarkreises liegt die Inselgruppe, die ungefähr 80 kleine Inseln umfasst. Lofoten ist eine Region im Norden Norwegens, die aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit weltweit bekannt ist. In den sozialen Medien vergeht kaum ein Tag ohne ein Bild der Inseln, mit oder ohne Nordlichter. Diese sind hier nämlich besonders gut zu beobachten. Fjorde, unberührte Natur, raue Gewässer und im Sommer Tage, die niemals enden, eine Sonne, die nicht mehr untergeht. Kleine, traditionelle Fischerdörfer und einsame Ecken, Seen, hohe Berge und weiße Sandstrände – eine traumhafte Region.

Und die gilt es nun zu erkunden. Von Moskenes fahren wir am ersten Tag nicht mehr weit, suchen uns nur noch einen Campingplatz. Laut der Bewertungen im Internet gibt es kaum schöne Campingplätze auf den Inseln. Das Wildcampen ist hier erlaubt, aber auf den ersten Blick sind die möglichen Stellen, vor allem für Motorradfahrer mit Zelten, eher rar gesät. In Ramberg bauen wir unser Zelt hinter kleinen Dünen fast direkt am Strand auf. Der Himmel hat sich zugezogen und von der Umgebung ist nur noch ein grauer Schleier zu sehen. Innerhalb von einer Stunde hat sich von der Süd- zur Nordseite das Wetter komplett gewandelt. Auch das ist auf den Inseln typisch.

Tour über die Inseln

Verschlafen stecken wir am nächsten Morgen die Nasen aus unserem Zelt. Nachts hat es kräftig gewindet, aber nun ist davon nichts mehr zu sehen. Nach einer kleinen Stärkung sitzen wir dann schnell wieder auf den Motorrädern. Wir haben eine zweite Nacht auf dem Campingplatz in Ramberg gebucht, sodass wir mal ohne Gepäck fahren können. Fast jeden Tag sitzen wir im Sattel, aber es macht immer noch einen Heidenspaß. Vor allem bei den tollen Aussichten hier. Unsere Erkundungstour führt uns heute Richtung Reine und Å (i Lofoten), dem südlichsten per Straße erreichbaren Ort hier auf Moskenesøy. Å ist ein traditionelles Fischerdorf und hier findest du viele Rorbuer, alte Fischerhütten. Im Sommer kannst du sie auch zum Übernachten mieten. Malerisch ist der Anblick allemal.

Unsere Eindrücke vom Tag? Überwältigend. Aber sieh selbst. Wir lassen die Bilder für sich sprechen.

Von Sonne über Nebel und ein wenig Regen war heute alles dabei. Umso schöner, dass wir den Tag am feinen Sandstrand in Ramberg ausklingen lassen können. Norwegen ist einfach immer wieder eine Überraschung. So feinen Sand hier im hohen Norden zu finden… Wenn das Wasser nicht so kalt wäre, würden wir wohl nicht mehr ans Mittelmeer fahren.

Weiter gen Norden

Einen Tag später geht es weiter. Über Leknes und Bøstad (hier gibt es ein bekanntes Vikingermuseum) fahren wir nach Henningsvær. Der kleine Ort mit sage und schreibe 430 Einwohnern liegt auf zwei kleinen Inseln und ist wirklich einen Besuch wert. Schon auf dem Weg dorthin kannst du in fast tropisch türkisem Gewässer für einen Badestop anhalten. In Henningsvær lassen sich nicht nur der süße Hafen sondern auch die vielen Stokk, Vorrichtungen zum Trocknen von Stockfisch, bewundern. Seit dem 8. Jahrhundert wird das ehemalige Arme-Leute-Essen hier traditionell hergestellt. An jeder Ecke kannst du Stockfisch probieren und frischer geht es vermutlich nicht.

Wildcampen am Sund

Wir haben für heute noch nicht genug und fahren nach einer Pause in Henningsvær mit den Motorrädern zum Raftsund. In der Nähe von Digermulen finden wir den wohl schönsten Campingplatz unserer Reise, ganz ohne Nachbarn und kostenlos. An einem Sundarm mit Zugang zum Wasser und kleiner Feuerstelle schlagen wir unser Zelt auf. Wir blicken auf das glasklare Wasser, die Berge und den wunderbaren Sonnenuntergang. Eine bessere Kulisse und schöneren Abschluss unseres Besuchs auf den Inseln der Lofoten können wir uns im Moment nicht vorstellen.

Haben wir dich mit unserem Lofotenfieber anstecken können? Was möchtest du noch zu den Inseln wissen? Hast du Fragen? Schreib uns alles in die Kommentare. Wir freuen uns auch über einen Nachricht von dir. Noch mehr Norwegenfeeling, tolle Bilder, unsere Unterkünfte und Kosten unseres ganzen Roadtrips gibt es in unseren Reiseberichten. Viel Spaß beim Stöbern.

Anja
Anja
Hey, ich bin Anja, 29 Jahre alt und seit Juni 2017 mit Thorsten und meiner Kawasaki auf Reisen. Meinen Job habe ich aufgegeben, um mich voll und ganz dem Reisen zu widmen. Auf unserem Blog Movinminds.com schreibe ich die Texte und lasse dich so an unserem Abenteuer teilhaben.

2 Kommentare

  1. Marco sagt:

    Hatte bisher selbst 2 mal die Gelegneheit die Inseln zu besuchen. Leider immer etwas knapp an der Zeit. Nach euren Fotos muss ich noch ein drittes Mal da hin.

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